
Plasmatechnologie – eine innovative Technologie zur Konservierung und Restaurierung von Kulturgütern und öffentliche Präsentation der Forschungsallianz Kulturerbe
Das Projekt hat zum Ziel, auf Basis der Plasmatechnologie Prozesse und Verfahren zu entwickeln, um ungelöste Aufgabenstellungen zur Erhaltung des kulturellen Erbes zu lösen. Insbesondere sollen die zu entwickelnden Plasmatechniken helfen, den Pool an restauratorischen Maßnahmen zu erweitern, beispielsweise um geschädigte, historische Dokumente nach einem katastrophalem Unglück wie dem Einsturz des Kölner Stadtarchives wieder zu restaurieren und für den weiteren Gebrauch zu schützen.
Im Fokus stehen zum einen dünne, transparente Konservierungs- und Barriereschichten die als temporärer oder auch langzeitstabiler Korrosionsschutz gegenüber Umgebungsatmosphäre, Umwelteinflüssen oder gar Berührung dienen.
Ein zweiter Schwerpunkt wird auf reinigende, desinfizierende oder gar sterilisierende Plasmen gelegt, da das kulturelle Erbe häufig durch Mikrobenbefall zerstört wird. Insbesondere, wenn Papiere, wie im Falle des Kölner Stadtarchives durch Regen oder durch Löschwasser (beim Brand der Anna Amalia Bibliothek) feucht bzw. nass werden.
Die Fraunhofer-Gesellschaft gehört durch die an dem Projekt teilnehmenden Institute zu den führenden Forschungseinrichtungen der Plasmatechnologie weltweit. In diesem Forschungsprojekt werden erstmalig die Kompetenzen von sechs Fraunhofer Instituten, den assoziierten Partnern der Leibniz-Gemeinschaft, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie weiteren Institutionen gebündelt. Damit steht ein interdisziplinäres Konsortium aus Verfahrensentwicklern, Restauratoren, Konservatoren und Museen zur Verfügung, das die gesamte Kompetenz abdeckt und somit eine zielorientierte und nachhaltige Entwicklung neuartiger restauratorischer und konservatorischer Maßnahmen unter Berücksichtigung der jeweiligen material- und schadensspezifischen Anforderungen ermöglicht.
